Speed-Dating, Parship, Tinder, „Take me out”, Tanz-Aufforderung oder Türspion – ist es nicht verrückt, wie wenige Sekunden ausreichen, um uns ein Bild unseres Gegenübers zu machen, das über ganze Schicksale entscheiden kann? Ein Augenblick genügt, und wir entscheiden uns. Zwischen „Oh Gott, bleib mir fern und verschone mich“ und „Wow, von dir will ich mehr (sehen, wissen …)“ liegt gerade einmal ein Augenaufschlag. Zwischen „Hau ab!“ und „Das ist Liebe auf den ersten Blick“ genügt uns eine Reaktionszeit von ein paar Sekunden, höchstens Minuten. Der erste Check-Up erfolgt in den allermeisten Fällen über die Augen – und zwar Auge in Auge.

Von der Begegnung unter wilden Tieren wissen wir: Ein Blick in die Augen des Gegenübers entscheidet darüber, wer wen frisst, unterwirft, jagen wird oder sich auf eine Beziehung einlässt. Kein anderes Element der Körpersprache wird als aufdringlicher oder intimer wahrgenommen. Entsprechend rasch und reflexartig reagieren wir mit Unterwerfung, Flucht, Angriff oder Gegenliebe. Augen zu, abwenden oder auf den Boden blicken ist die eine Art, dem schier unermesslichen Druck auszuweichen, den der direkte Blick des Gegenübers auf einen ausübt. Die andere Alternative lautet: Dem Blick standhalten und abwarten, wie der andere reagiert. Das kann dann Aggressivität auslösen – oder eben Liebe und Zuneigung.

Versuche einmal, dem Blick deines Gegenübers mehr als eine Minute lang standzuhalten und nicht auszuweichen, die Augen offen zu halten und neutral zu bleiben (nicht zu lachen oder zu albern). Es wird eine der längsten Minuten deines Lebens sein. Umso mehr, je fremder dir dein Gegenüber ist. Es kann aber auch ein sehr intimer, bindender Augenblick sein. Womöglich einer, den keiner von beiden Beteiligten für den Rest seines Lebens je vergisst.

„Entschuldigung, ist der Platz neben dir noch frei?“ – „Entschuldigung, das müsste mein Platz sein, auf dem du sitzt“ – „Entschuldigung, darf ich Mal kurz durch auf meinen Platz?“ – So beginnen oftmals Gespräche zwischen Sitznachbarn im Flugzeug. Was sich daraus entwickelt, darüber entscheiden der erste Blickkontakt, die ersten Blickwechsel – und in einem zweiten und dritten Schritt die Stimme, der Geruch oder Duft und möglicherweise die Berührung durch das Gegenüber beim aneinander Vorbeigleiten im beengten Sitzbereich …

Lass dich verführen zum Lesen und Betrachten dieser und der folgenden Seiten. In kurzen, knappen Exposees und anhand einer kleinen Auswahl an Bildern stelle ich dir meine Welt vor, wie ich sie liebe und weitergeben möchte. Willst du mehr davon – lesen, sehen oder weitergeben –, nimm Kontakt zu mir auf, und wir besprechen, wie du an mehr kommst. Auch gerne, um es selbst zu veröffentlichen in einem deiner Medien …

Reinhold Wagner

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